Wer wir sind

In unseren Selbsthilfegruppen erleben wir es immer wieder: Neurodivergente Erwachsene erhalten kaum Unterstützung. Diagnostik- und Therapieangebote mit Kompetenz im Bereich Neurodivergenz sind dauerhaft überlastet. In Inklusionskonzepten bleiben unsere Bedarfe oft unberücksichtigt, Nachteilsausgleiche scheitern an unflexiblen Vorgaben, und Barrieren im Alltag werden selten (an-)erkannt – geschweige denn abgebaut. Die Selbsthilfegruppe ist für viele von uns der einzige Ort, an dem unsere Bedürfnisse verstanden und respektiert werden.

Als wir – die aktuellen Organisator*innen der Autismus-Selbsthilfegruppen in Potsdam – zur Mitgestaltung des neuen Teilhabeplans unserer Stadt eingeladen wurden, war das zunächst einfach eine spannende Gelegenheit. Doch schnell wurde uns klar: Das Interesse an unseren Perspektiven ist groß. Wir stießen auf echte Gesprächsbereitschaft – und auf viele Menschen, die helfen wollten, aber nicht wussten, wie.

Aus diesem Moment entstand eine Idee – und eine Entscheidung: Wenn es an Wissen und Ressourcen fehlt, müssen wir sie zugänglich machen. Wenn Räume fehlen, schaffen wir welche. Und wenn neurodivergente Menschen kaum mitgedacht werden, dann sorgen wir dafür, dass sich das ändert.

Heute stehen wir noch ganz am Anfang – aktuell organisieren wir dieses Projekt zu zweit. Was uns antreibt, ist die Vision einer Stadt, in der neurodivergente Menschen nicht nur mitgemeint, sondern aktiv beteiligt sind.

Deshalb freuen wir uns über alle, die mit uns gemeinsam etwas aufbauen möchten!

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